| TKO | Leukämie Erfahrung |
| Eingang | Inhalt Kurzfassung Diagnose Behandlung Interferon Imatinib Aufwachen Situation Nachtrag Links |
| ||
| Chronische Myeloische Leukämie Chronisch Wissen Psyche | ||||
|
Wenn psychische Kränkung, Fehlentwicklung oder Erkrankung zur Entstehung der Leukämie beitragen kann, dann müßte auch nach Psychotherapie oder psychosomatischen Methoden speziell zur Heilung oder Unterstützung der Heilung gesucht werden. Doch in der praktizierten Hämatoonkologie wird der psychosomatische Aspekt (wie auch sonst meist in der Medizin) nur am Rande beachtet. Seit August 2001 besuchte ich eine ambulante Psychotherapie. Den wöchentlichen Termin behielt ich auch noch lange bei, nachdem aus den zweimal wöchentlichen Blutuntersuchungen in der Uniklinik längst ein Besuch einmal im Monat geworden war. Während der Interferon-Zeit war ich viel zu trübe, um viel mehr als eine Bestärkung, weiterzuleben, in den Sitzungen zu finden. Erst nach dem Wechsel zu Glivec war ich in der Lage, die Psychotherapie auch im Hinblick auf die Leukämieentstehung zu erleben, wenn auch leider ohne nenneswerten Effekt. Sehr überzeugend finde ich die Ideen des * Simonton-Gesundheitstraining . Ich akzeptiere die Leitidee, daß ich meinen Krebs auch durch mein Innenleben beeinflussen kann, daß ich durch lebhafte positive Phantasie und Fühlen etwas zur Heilung beitragen kann. Letztlich der Glaube an höhere, größere Kräfte, die Heilung bewirken, wenn ich mich Ihnen anvertraue, ob ich das nun spirituell verstehe oder nur als Anwendung der Selbstheilungskräfte in der Natur des Menschen. Damit kann ich gedanklich etwas anfangen. Ob ich es anwenden kann, ist etwas anderes. Im Web war ich auch auf einen - mich erschreckenden - * Leukämie-Verharmlosungswahn gestossen, den eine radikale Psychosomatik-Lehre (Neue Medizin nach Dr. Hamer) vertritt.
Beeindruckt hat mich zwar die dort vertretene Auffassung, daß eine Hauptursache der Leukämie eine schwere Fehlentwicklung im Aufbau bzw. eine Kränkung des Selbstwertsystems sein soll. Bis dahin kann ich mich noch wiederfinden. Aber daß Menschen nicht an der Leukämie, sondern an den Folgen der Behandlung sterben, wie diese Lehre behauptet, halte ich für einen lebensgefährlichen Irrtum.
Ich glaube, je mehr ich einen freudigen Grund zum Leben finde/empfinde, desto mehr begünstige ich jede Heilung. Viel mehr kann vielleicht heute noch keine Psychotherapie anbieten, als diesen Prozeß der Suche nach Lebensfreude zu unterstützen. Doch auf jeden Fall muß der Krebs somatisch aufgehalten werden. |