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Seit längerem fühlte ich mich seltsam und unwohl. Über ein Jahr zurückverfolgen konnte ich häufige, unerklärliche Müdigkeit und Erschöpfung. Ich hielt das für Folgen von Stress und Unsportlichkeit. Juckende Hautknötchen am rechten Unterschenkel brachten einen Hautarzt dazu, nach inneren Krankheiten zu fragen, so daß ich mir eine Packung Urinteststreifen kaufte, mit denen Diabetes, Nierenerkrankungen u.a. entdeckt werden können, ohne aber einen deutlichen Befund zu haben, außer einer schwachen Eiweissreaktion. Am Montag, den 09.07.01 ging ich schließlich wegen starker Rückenschmerzen - statt zur Arbeit -
zu einem mir empfohlenen Arzt, der aber in Urlaub war und wurde zu seiner Vertretung, der gründlichen Ärztin Dr. Manuela Gerz-Kaul, verwiesen. Sie nahm zur Sicherheit eine Blutprobe, statt mir, wie Ärzte in den Vorjahren, nur etwas gegen die Rückenschmerzen zu verschreiben.
Wenn ich noch aus dem Vorjahr ein Schmerzmittel (Ibuprofen) gehabt hätte, wäre ich wegen der Rückenschmerzen nicht zum Arzt gegangen und dann innerhalb der folgenden Wochen oder Monate bestenfalls wegen völliger Erschöpfung vielleicht auch schon wegen eines tödlichen Organfolgeschadens (z.B. Herzinfarkt oder Nierenversagen) ausgefallen. Fünf Tage später informierte ich Eltern, Freunde und meinen Arbeitgeber über die Ergebnisse der Knochenmarkbiopsie (Stanze), die die Diagnose bestätigten und spezifizierten. Es handelt sich um Philadelphia-Chromosom-positive Chronische Myeloische Leukämie, zum Glück noch in der chronischen Phase, ein Blutkrebs. |