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Nicht nur bei Laien, sondern auch bei nicht auf Hämatoonkologie spezialisierten Ärzten, ist scheinbar der Irrtum naheliegend, vom sehr unglücklich geprägten Krankkeitsbegriff Chronische Myeloische Leukämie auf ein dauerhaftes, sich langsam entwickelndes Leiden oder gar vergleichsweise ungefährliches Zipperlein wie chronische Bronchitis oder chronische Anämie zu schließen. Ein Beispiel ist ein Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenkasse, der mich im November 2002 untersuchte, in dem es, wie ich Anfang 2003 vom Arbeitsamt erfuhr, heisst, daß die Leukämie bei mir ...mittlerweile in der Chronischen Phase... sei. Eine CML beginnt mit der chronischen Phase, die ohne Behandlung immer in die Endphasen übergeht. Zumindest bisher galt, dass ein CML-Kranker in der Chronischen Phase nicht in einem mittlerweile stabilen, vielleicht lästigen und etwas schwächenden, aber kaum bedrohlichen Dauerzustand angekommen ist, sondern nur im Vergleich zu den dramatisch verlaufenden Endphasen noch den ruhigeren Teil der Fahrt erlebt. Erst das seit wenigen Jahren vorhandene revolutionäre Medikament Glivec gibt die Hoffnung, daß die Chronische Phase der CML tatsächlich ihrem klassischen Namen gerecht wird. Das war das ursprüngliche Ziel dieser Seiten: ein Versuch, potentiellen Arbeitgebern meine durch Glivec wieder optimistische Lage zu schildern. Doch nicht nur dafür ist es hilfreich, um Missverständnisse zu vermeiden, die Krankheit und ihre Konsequenzen in wenigen Worten einem anderen verständlich machen zu können, und mir dazu Wissen anzueignen. |