TKO Leukämie Erfahrung
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  Diagnose   Krebs   Kündigung
Johann Mayr in Eulenspiegel 10/01
Cartoon von Johann Mayr in * Eulenspiegel Nr. 10 2001.

"Wenn es ein Phänomen wie das absolute Böse überhaupt gibt, dann besteht es darin, einen Menschen wie ein Ding zu behandeln."
John Brunner, Der Schockwellenreiter, Heyne, München, 1990.

Am 13.07.01 erfuhr ich von meiner Hausärztin die Diagnose und wurde zwei Stunden später in die Hämatoonkologie der Universitätsklinik Köln aufgenommen.
Am 17.07.01 informierte ich meinen Arbeitgeber, die Fa. Kämmerer Systemforschung in Bonn.
Am 27.07.01 ließ mir Martin Kämmerer, ein leuchtendes Vorbild an Anstand und Menschlichkeit, in die Krebsstation nicht etwa nur schnöde Genesungswünsche bringen, sondern von einem seiner Mitarbeiter eine dreizeilige Kündigung "aus betrieblichen Gründen".

Krebs schützt nicht vor Kündigung. Auch andere Patienten haben - so erfuhr ich von den Schwestern - in dieser Station schon ihre Kündigung noch während der Chemotherapie bekommen.

Die Kündigung war eine zusätzliche, erhebliche Belastung meines Lebens, die der sauberen Firma keinen Nutzen brachte, da sie ja über sechs Wochen Lohnfortzahlung hinaus keine Kosten mehr durch mich hatte, sich aber obendrein bei der Endabrechnung zu ihren Gunsten gründlich „irrte“ wogegen ich mit Hilfe eines Anwalts erst eineinhalb Jahre später, als ich wieder in einem lebens- und arbeitsfähigen Zustand war, angehen konnte. Zunächst einmal wurde mein Leben auf Monate und Jahre durch die CML bestimmt.