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Ich quäle mich nicht mehr, vor lauter Langeweile gelähmt, durch den BTZ-Alltag. Das Thema Werkstatt für behinderte Menschen hat sich erledigt. Ich mache ein Praktikum auf dem ersten Arbeitsmarkt und erfahre, dass es dort adäquate Arbeit für mich gibt. Das berufliche Ziel vor Augen schreibe ich Bewerbungen. In meiner privaten Planung lerne ich es wieder, Kultur und Spaß einzubauen. Ein geregeltes Essverhalten wird mir hoffentlich irgendwann wieder von meinen Kilos herunter helfen. Mein Haushalt liegt leider noch immer darnieder, so dass Schmutz und Unordnung überhand nehmen. Den Urlaub zum Reinigen und Ordnung schaffen zu nutzen, ist mein großes Vorhaben. Ich sehne mich dabei nach unkomplizierter Hilfe. Früher hatte ich einen Ehemann, der mir anfangs mehr, später weniger zur Seite stand. Meine Freundin will mir nicht mehr helfen, weil sie mich für faul hält. Sie glaubt, mir zu helfen sei wie ein Fass ohne Boden. Ich schiebe die Vernachlässigung meines Haushalts zum Teil darauf, dass ich Hausarbeiten nicht gerne verrichte und nie richtig Ordnung halten gelernt habe. Darüber hinaus fällt es mir aber auch schwer, weil ich durch mein Kranksein nicht mehr so viel Kraft zur Verfügung habe. Ich hoffe nicht, dass es euch genauso geht. |