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Ich sitze nun da und soll einen Artikel für die Ente-Zeitung schreiben. Was fällt mir spontan dazu ein?
Die vielen Besprechungen waren neu und ungewohnt. Es gab/gibt einiges abzuklären im Helfersystem. Was wird wann mit wem besprochen. Psychosoziale Mitarbeiter, Arbeitspädagoge, Psychologe, Psychiater: Wie kann man alle unter einen Hut bringen? Wofür dienen die Protokolle von Arbeitsnachbesprechung und Ente-Redaktionssitzung? Und dann die Aufgabe, einen Artikel schreiben zu müssen: Was habe ich schon zu berichten? Was erlebe ich? Es dauert, bis ich begreife, dass das BTZ Möglichkeiten bietet, neue Wege zu gehen. Es ist schwer, auf gewohnte Strategien zu verzichten und Neues zu probieren. Nachdem ich entgegen meinen gewohnten Strategien Kritik gegenüber meiner Arbeitspädagogin äußerte, hatte ich in der Nacht einen Traum. Darin war ich mit dem Schulbus auf dem Weg nach Hause unterwegs. Bevor der Bus den Schulort Richtung Heimatdorf verließ, sollte ich den Schulbus verlassen. Ich fuhr also nicht den gewohnten Weg. Ich deute den Traum so, dass ich innehalte und jetzt zu entscheiden habe, wo die Reise hingeht – anstatt dem automatisierten Weg blind zu folgen. (Genug der Traumdeuterei.)
Durch das BTZ erschließt sich mir das Medium Computer immer mehr. Lange habe ich mich dagegen gesträubt. Vielleicht aus Ablehnung gegenüber technischem Fortschritt, vielleicht aus Faulheit, sich auf etwas Neues einzulassen, vielleicht von beidem etwas. In den letzten Wochen haben mich die Spür- und Haltungsübungen inspiriert, öfter mal nach innen zu spüren - ein echter Gewinn. Dies ist auch das Essen im BTZ: Wie schön ist es doch, bekocht zu werden. Mein Kühlschrank ist leer, nur am Wochenende greife ich gelegentlich zum Kochlöffel. Das Essen in der Kantine ist wirklich gut und abwechslungsreich. Na ja, das waren ein paar Einblicke in meine ersten Wochen im BTZ. |